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Outbound-, KI- und Beziehungs-CRM: Die 7 besten Tools im Vergleich 2026

Eine neue Generation aus hochgetakteten Ausführungsmaschinen mit integrierten Kommunikationskanälen und Systemarchitekten, die auf flexiblen Datenmodellen komplexe Beziehungsgeflechte abbilden.

Zielgruppe
Outbound- und Growth-Teams mit täglicher Schlagzahl an Anrufen und Sequenzen, dazu Agenturen und Investoren mit dichten Beziehungsnetzwerken
Budget-Spanne
24 bis 50 USD pro Nutzer/Monat, obere Stufen bis 150 USD. Ein Anbieter rechnet pro Absender-Identität ab, einer nutzungsbasiert.
Hauptvorteil
Dialer, Sequenzen und Anreicherung sind eingebaut statt als Add-on zugekauft
Kostenloser Einstieg
1 von 7 Systemen bieten einen dauerhaft kostenlosen Plan.

Alle 7 Systeme im direkten Überblick

Preise, Abrechnungsmodell und die erfassten Funktionsschwerpunkte in einer Tabelle. Die Reihenfolge der Spalten entspricht unserem Ranking, lässt sich aber auf den Einstiegspreis umstellen - und auf die Systeme mit kostenlosem Plan eingrenzen.

7 von 7 Systemen in der Tabelle, sortiert nach Listenplatz. Auf schmalen Displays lässt sich die Tabelle horizontal scrollen.

Preise, Abrechnung und erfasste Funktionen aller Tools der Kategorie Outbound-, KI- und Beziehungs-CRM
KriteriumAttioPlatz 1 · Für PLG-Start-upsClosePlatz 2 · Fokus auf OutboundSalesflarePlatz 3 · Null Datenpflegefolk CRMPlatz 4 · Für LinkedIn-NetzwerkerLa Growth MachinePlatz 5 · Multi-Channel-ProspectingBreakcoldPlatz 6 · Für Social SellingNimblePlatz 7 · Ein Preis über alle Stufen
Einstiegspreisab 29,00 $ / Monat$29 - $34 (Plus)ab 49,00 $ / Monat$49 (Startup)ab 29,00 $ / Monat$29 (Growth)ab 24,00 $ / Monat$24 - $30 (Standard)ab 50,00 € / Monat50 EUR (Basic, pro Identität)Auf AnfrageNutzungsbasiert (Usage-based)ab 24,90 $ / Monat$24.90 (Flatrate)
PreismodellFreemiumpro Nutzer / MonatAbonnementpro Nutzer / MonatAbonnementpro Nutzer / MonatAbonnementpro Nutzer / MonatAbonnementpro Identität / MonatAbonnementnutzungsbasiertAbonnementpro Nutzer / Monat
Kostenloser PlanJaNeinNeinNeinNeinNeinNein
Obere Tarifstufe$69 - $86 (Pro)$99 (Professional)$49 (Pro)$48 - $60 (Premium)150 EUR (Ultimate)Individuell auf Anfrage$24.90 (Flat)
Social-Media- und LinkedIn-IntegrationJaJaJaJa
KI-FunktionenJaJaJa
Custom Objects / flexibles DatenmodellJa
Nativer Dialer / TelefonieJa

Ein Gedankenstrich bedeutet: Für dieses Tool haben wir die Funktion nicht erfasst. Das ist keine Aussage darüber, dass sie fehlt - im Zweifel entscheidet der direkte Vergleich der beiden Systeme.

Die 7 Tools im Detail

Für jedes System die belegten Stärken und Schwächen, das passende Kundenprofil und die Kostenposten, die nicht in der Preistabelle stehen. Der Listenplatz folgt unserer redaktionellen Reihenfolge innerhalb der Kategorie.

  1. Platz 1Für PLG-Start-upsGratis-Plan

    Attio

    ab 29,00 $ / Monat · Freemium · pro Nutzer / Monat

    Attio baut auf einem KI-nativen Datenmodell mit Custom Objects und einem Relationship Graph auf. KI arbeitet hier im Backend und füttert den Graphen ohne manuelle Dateneingabe. Der API-First-Ansatz mit Zapier und Segment macht die Plattform zum flexiblen System-Baukasten für PLG- und SaaS-Start-ups, VCs und Agenturen; ein nativer Dialer fehlt allerdings.

    Stärken

    • Custom Objects und ein KI-natives Datenmodell erlauben eigene Datenstrukturen statt vorgegebener Felder
    • Der Relationship Graph entsteht im Hintergrund, ohne manuelle Dateneingabe
    • API-First mit Zapier und Segment macht das CRM zum Baustein im eigenen Stack
    • Ein kostenloser Plan erlaubt die Evaluierung mit echten Daten

    Schwächen

    • Ein nativer Dialer fehlt, Telefonvertrieb braucht ein zusätzliches Werkzeug
    • Die Flexibilität verlangt eine Entscheidung über das eigene Datenmodell, bevor es losgeht
    • Der Sprung von Plus auf Pro verdoppelt den Preis auf 69 bis 86 USD

    Passt zu

    Attio lohnt sich für PLG- und SaaS-Start-ups, VC-Teams und Agenturen, die ihr CRM an eigene Objekte anpassen und per API in den Produktstack einbinden wollen. Wer Daten aus dem eigenen Produkt ins CRM schreibt, findet hier die passende Architektur. Für klassische Telefonvertriebs-Teams ist Attio die falsche Wahl: ohne nativen Dialer fehlt genau das Werkzeug, mit dem diese Teams ihren Tag bestreiten.

  2. Platz 2Fokus auf Outbound

    Close

    ab 49,00 $ / Monat · Abonnement · pro Nutzer / Monat

    Close bringt Power Dialer und SMS nativ in jeden Plan und ist damit auf Outbound-Geschwindigkeit statt auf Systemarchitektur getrimmt. Zapier, Gong und Zoom sind angebunden. Die richtige Wahl für Outbound-lastige SMB- und Mid-Market-Teams mit kurzen Zyklen, die keine Wochen in die Systemkonfiguration stecken wollen.

    Stärken

    • Power Dialer und SMS stecken in jedem Plan, nicht erst in der oberen Stufe
    • Das Produkt ist auf Outbound-Geschwindigkeit ausgelegt und ohne Konfigurationsphase nutzbar
    • Zapier, Gong und Zoom sind angebunden
    • Anruf, Notiz und nächster Schritt liegen in einer Oberfläche

    Schwächen

    • Mit 49 USD ist der Einstieg der teuerste unter den vertriebsnahen SMB-Tools dieser Matrix
    • Kein kostenloser Plan
    • Gesprächsminuten und Rufnummern sind nicht Teil der Lizenz

    Passt zu

    Close ist die richtige Wahl für Outbound-lastige SMB- und Mid-Market-Teams mit kurzen Zyklen und hohem Anrufvolumen, die morgens anfangen wollen zu telefonieren und nicht zu konfigurieren. Der Aufpreis gegenüber Pipedrive oder Zoho ist gerechtfertigt, sobald der eingebaute Dialer ein separates Telefonie-Abo ersetzt. Für inbound- und marketinggetriebene Organisationen ohne Telefonvertrieb ist das Produkt dagegen zu spitz und zu teuer.

  3. Platz 3Null Datenpflege

    Salesflare

    ab 29,00 $ / Monat · Abonnement · pro Nutzer / Monat

    Salesflare erfasst Daten automatisiert, liefert Beziehungsintelligenz und kontextbezogene KI-Vorschläge, statt Pflegeaufwand zu erzeugen. Gmail und Outlook sind nativ eingebunden. Gedacht für B2B-Vertriebsteams, die administrativen CRM-Aufwand auf ein Minimum drücken wollen.

    Stärken

    • Kontakte, E-Mails und Meetings landen automatisiert im System, ohne Pflegeaufwand
    • Beziehungsintelligenz zeigt, welche Kontakte kalt werden
    • Gmail und Outlook sind nativ eingebunden, das CRM lebt im Postfach
    • Der Sprung von Growth auf Pro bleibt mit 29 auf 49 USD überschaubar

    Schwächen

    • Kein kostenloser Plan
    • Der Funktionsumfang ist bewusst schlank, komplexe Freigabeprozesse lassen sich nicht abbilden
    • Für Enterprise-Governance mit vielen Rollen ist das Produkt nicht gebaut

    Passt zu

    Salesflare passt zu kleinen B2B-Vertriebsteams mit langen Beziehungen und wenig Lust auf Datenpflege: Berater, technische Vertriebe, Gründerteams. Wer sein CRM vor allem als Gedächtnis für Kontakte und Verläufe braucht, bekommt hier den geringsten Aufwand im ganzen Feld. Organisationen mit mehrstufigen Freigaben, komplexen Territorien oder Enterprise-Reporting sollten in einer Kategorie höher suchen.

  4. Platz 4Für LinkedIn-Netzwerker

    folk CRM

    ab 24,00 $ / Monat · Abonnement · pro Nutzer / Monat

    folk CRM setzt auf KI-Anreicherung, schnelle Execution und eine LinkedIn-Chrome-Extension, mit der Kontakte in Sekunden im CRM landen. LinkedIn und Gmail sind die zentralen Integrationen. Gebaut für Gründer, Agenturen und Partnership-Teams, für die Geschwindigkeit vor Funktionstiefe geht.

    Stärken

    • Die LinkedIn-Chrome-Extension bringt Kontakte in Sekunden ins CRM
    • KI-Anreicherung füllt Profile ohne manuelle Recherche
    • Gmail ist direkt angebunden, Sequenzen laufen aus dem eigenen Postfach
    • Der Einstieg ist in Minuten erledigt, nicht in Tagen

    Schwächen

    • Die Funktionstiefe ist bewusst begrenzt, Geschwindigkeit geht vor Vollständigkeit
    • Anreicherung läuft über Kontingente, nicht unbegrenzt
    • Premium verdoppelt den Preis auf 48 bis 60 USD

    Passt zu

    folk CRM ist gemacht für Gründer, Agenturen und Partnership-Teams, die aus LinkedIn heraus arbeiten und ein CRM brauchen, das dem Tempo folgt statt Prozesse zu erzwingen. Für Netzwerkarbeit und Beziehungsaufbau ist es das schnellste Werkzeug im Feld. Ein strukturierter Innendienst mit Forecast-Pflicht, Territorien und Reporting-Anforderungen findet dagegen zu wenig Struktur und sollte bei den Pipeline-Spezialisten bleiben.

  5. Platz 5Multi-Channel-Prospecting

    La Growth Machine

    ab 50,00 € / Monat · Abonnement · pro Identität / Monat

    La Growth Machine orchestriert Multi-Channel-Sequenzen über LinkedIn, E-Mail und Twitter und ergänzt sie um Intent-Scoring. HubSpot, Pipedrive und Salesforce dienen als CRM-Backend. Das Werkzeug der Wahl für Growth Hacker und SDRs mit aggressivem Multi-Channel-Prospecting; abgerechnet wird pro Identität statt pro Nutzer.

    Stärken

    • Multi-Channel-Sequenzen über LinkedIn, E-Mail und Twitter laufen in einer Kampagne
    • Intent-Scoring priorisiert die Nachverfolgung automatisch
    • HubSpot, Pipedrive und Salesforce dienen als CRM-Backend, das System ersetzt sie nicht
    • Die Abrechnung pro Identität passt zu Teams mit wenigen, stark genutzten Absendern

    Schwächen

    • Abgerechnet wird pro Identität: jeder zusätzliche Absender kostet eine volle Lizenz
    • Ohne angeschlossenes CRM fehlt die Datenhaltung, das Tool ist eine Ergänzung
    • Die Preise in Euro und pro Identität sind mit Sitzpreisen nicht direkt vergleichbar

    Passt zu

    La Growth Machine lohnt sich für Growth-Teams und SDR-Einheiten mit aggressivem Multi-Channel-Prospecting, die ein CRM bereits im Einsatz haben und die Akquise davor schalten wollen. Wer LinkedIn als Hauptkanal fährt, findet hier die passende Sequenzlogik. Als CRM-Ersatz ist das Werkzeug ungeeignet, und für Teams mit vielen gelegentlichen Nutzern ist das Modell pro Identität die falsche Abrechnungsform.

  6. Platz 6Für Social Selling

    Breakcold

    Auf Anfrage · Abonnement · nutzungsbasiert

    Breakcold ist auf Social Selling ausgelegt und zieht LinkedIn- und Twitter-Feeds direkt in das CRM, sodass Interaktion und Pipeline zusammenfallen. Anbindungen laufen über API und Zapier. Interessant für Social-Selling-Agenturen und B2B-Gründer mit starker Social-Präsenz; abgerechnet wird nutzungsbasiert statt pro Sitz.

    Stärken

    • LinkedIn- und Twitter-Feeds laufen direkt im CRM, Interaktion und Pipeline fallen zusammen
    • Social Selling ist der Kern des Produkts, nicht ein angebautes Modul
    • API und Zapier binden das System in bestehende Abläufe ein
    • Die nutzungsbasierte Abrechnung wächst mit der tatsächlichen Aktivität

    Schwächen

    • Nutzungsbasierte Abrechnung liefert keine planbare Monatsrechnung
    • Für die höheren Stufen gibt es keinen öffentlichen Preis
    • Kein kostenloser Plan für die Evaluierung

    Passt zu

    Breakcold passt zu Social-Selling-Agenturen und B2B-Gründern mit starker Präsenz auf LinkedIn, deren Vertrieb aus Kommentaren, Nachrichten und Beziehungspflege besteht. Wer so arbeitet, findet kein zweites Produkt, das den Feed so direkt mit der Pipeline verbindet. Teams, die feste Budgets brauchen oder deren Vertrieb über Telefon und klassische Pipeline läuft, sind mit einem Tool mit Sitzpreis besser bedient.

  7. Platz 7Ein Preis über alle Stufen

    Nimble

    ab 24,90 $ / Monat · Abonnement · pro Nutzer / Monat

    Nimble ist ein Social CRM, das Kontaktprofile automatisch aus sozialen Medien anreichert. Microsoft 365 und Google Workspace sind angebunden. Gedacht für beziehungsfokussierte Solopreneure und kleine B2B-Teams; der Preis bleibt mit 24,90 USD über alle Stufen flach.

    Stärken

    • Ein Preis über alle Stufen: 24,90 USD, keine Tarifentscheidung und kein Stufensprung
    • Kontaktprofile werden automatisch aus sozialen Medien angereichert
    • Microsoft 365 und Google Workspace sind beide angebunden
    • Für Beziehungspflege ohne Prozessballast ist der Funktionsumfang passend geschnitten

    Schwächen

    • Kein kostenloser Plan
    • Der Fokus liegt auf Kontaktpflege, für Vertriebsautomatisierung im großen Stil fehlt die Tiefe
    • Anreicherung und Nachrichtenversand laufen über begrenzte Kontingente

    Passt zu

    Nimble ist für beziehungsfokussierte Solopreneure, Berater und kleine B2B-Teams gedacht, die ihre Kontakte pflegen statt Pipelines zu automatisieren. Der einheitliche Preis macht die Planung trivial und den Einstieg risikoarm. Wer Sequenzen, Forecasting oder Automatisierung über mehrere Stufen braucht, findet hier zu wenig Substanz und sollte in der Pipeline- oder Outbound-Kategorie suchen.

Marktanalyse und Trends 2026

Experten-Insight

Zwei Bewegungen treffen aufeinander: Ausführungsmaschinen bauen KI-Assistenz und Datenanreicherung direkt ein, flexible Datenmodelle lösen die starre Logik aus Kontakt, Firma und Deal ab. Auch die Abrechnung entfernt sich vom Sitzpreis - bezahlt wird zunehmend pro Identität oder nach Verbrauch.

Diese Einordnung stammt aus unserer Auswertung der Anbieter dieser Kategorie - Preisstruktur, Positionierung und Funktionsschwerpunkte. Sie beschreibt die Richtung des Segments, nicht die Entscheidung für ein einzelnes System.

Worauf Sie bei Outbound-, KI- und Beziehungs-CRM achten müssen

In dieser Kategorie zählt die Ausführungsgeschwindigkeit: Wie viele qualifizierte Gespräche entstehen pro Woche und Mitarbeiter, ohne dass die Datenqualität leidet.

  1. Kriterium 01

    Kontingente für Versand, Anrufe und Anreicherung

    Outbound-Systeme rechnen selten nur pro Nutzer ab. Absender-Identitäten, E-Mail-Volumen, Anrufminuten und Anreicherungsabfragen sind eigene Kontingente mit eigenem Preis. Rechnen Sie mit Ihrem geplanten Wochenvolumen, nicht mit der Nutzerzahl - sonst liegt die Rechnung um ein Vielfaches daneben.

  2. Kriterium 02

    Zustellbarkeit und Absender-Infrastruktur

    Prüfen Sie, ob das System Aufwärmphasen für neue Domains, Rotation mehrerer Absender und die Einrichtung der Authentifizierungseinträge unterstützt. Ohne diese Grundlage landet die beste Sequenz im Spam-Ordner, und der Schaden trifft Ihre Hauptdomain.

  3. Kriterium 03

    Was die KI-Funktion tatsächlich tut

    Zwischen einer Formulierungshilfe und einer Priorisierung auf Basis Ihrer Abschlussdaten liegt ein großer Unterschied - beides wird als KI beworben. Fragen Sie, welche Daten in die Vorhersage einfließen und ob sich das Ergebnis nachvollziehen lässt. Eine Empfehlung, die niemand erklären kann, wird im Vertrieb nicht befolgt.

  4. Kriterium 04

    Rechtsrahmen der Ansprache

    Kalte Ansprache ist im DACH-Raum engen Grenzen unterworfen, für E-Mail und Telefon unterschiedlich. Ein Werkzeug, das Massenversand einfach macht, nimmt Ihnen diese Prüfung nicht ab. Klären Sie Einwilligung, berechtigtes Interesse und Dokumentation vorher - das ist keine Rechtsberatung, sondern die Voraussetzung dafür, das System nutzen zu dürfen.

Versteckte Kosten in dieser Software-Kategorie

Die Zusatzkosten stecken hier in Volumen und Datenqualität. Was die Anbieter dieser Kategorie zusätzlich berechnen, haben wir je Tool erfasst:

  • Attio

    Attio nennt zwei Preise pro Stufe, weil die monatliche Zahlung teurer ist als die jährliche - 29 gegenüber 34 USD im Plus-Tarif, 69 gegenüber 86 USD bei Pro. Die relevante Grenze zwischen den Stufen sind nicht einzelne Funktionen, sondern Berechtigungen, Reporting und Automatisierungstiefe; Teams mit mehreren Rollen landen deshalb schneller bei Pro als erwartet. Zwei Posten liegen komplett außerhalb der Lizenz: Datenanreicherung läuft über Kontingente, und für Telefonie braucht es ein separates Produkt. Der größte nicht abgerechnete Aufwand bleibt die Modellierung - ein flexibles Datenmodell ist ein Vorteil und eine Hausaufgabe zugleich.

  • Close

    Der Dialer ist enthalten, die Telefonie nicht: Rufnummern und Gesprächsminuten werden über Guthaben abgerechnet, und bei Teams mit hohem Anrufvolumen erreicht dieser Posten leicht die Größenordnung der Lizenzkosten. Wer Close ernsthaft für Outbound einsetzt, sollte deshalb mit Lizenz plus Telefoniebudget kalkulieren. Der zweite Punkt ist die Stufenlogik: Startup für 49 USD deckt ein Team mit einer Pipeline ab, während mehrere Pipelines, Rollenrechte und die tieferen Auswertungen in Professional für 99 USD sitzen. Auch hier gilt der genannte Preis bei Jahreszahlung.

  • Salesflare

    Salesflare hält die Lizenzstruktur einfach, arbeitet aber mit Kontingenten, die im Alltag auffallen: E-Mail-Findung und Anreicherung laufen über Credits pro Nutzer und Monat, und wer Listen aufbaut, verbraucht sie schneller als der Vertriebsalltag vermuten lässt. Die Pro-Stufe für 49 USD bringt vor allem Berechtigungen, eigene Dashboards und mehr Automatisierung - für Teams ab etwa fünf Personen ist sie eher Regel als Ausnahme. Wie fast überall bezieht sich der genannte Preis auf Jahreszahlung, monatlich liegt er darüber. Versteckte Add-on-Ketten gibt es dagegen nicht.

  • folk CRM

    Bei folk sind zwei Zahlen wichtig, die nicht im Lizenzpreis stehen. Erstens die Anreicherungs-Kontingente: das Auffüllen von Kontaktdaten läuft über Credits, deren monatliche Menge an die Stufe gekoppelt ist - wer aktiv Listen aufbaut, wird davon geführt und nicht von der Feature-Liste. Zweitens die Preisspanne, die sich aus Zahlungsweise ergibt: 24 gegenüber 30 USD im Standard, 48 gegenüber 60 USD bei Premium. Premium bringt zusätzlich Sequenzen und mehr Automatisierung mit. Wer folk als leichtes CRM neben einem bestehenden System nutzt, sollte die Doppelpflege der Kontaktdaten als Zeitposten einrechnen.

  • La Growth Machine

    Die Abrechnungseinheit ist hier der entscheidende Punkt: Eine Identität ist ein Absender-Set aus LinkedIn-Profil und E-Mail-Adresse, nicht ein Mitarbeiter. Drei SDRs, die parallel über eigene Profile arbeiten, brauchen drei Identitäten - aus 50 Euro Basic werden damit 150 Euro, ohne dass eine höhere Stufe im Spiel wäre. Der zweite Posten ist das CRM selbst, denn La Growth Machine setzt ein bestehendes System voraus und dessen Lizenzen laufen weiter. Dazu kommen die Grenzen der Plattformen: LinkedIn deckelt Kontaktanfragen und Nachrichten pro Woche, und dieses Limit begrenzt den erreichbaren Output stärker als jeder Tarif.

  • Breakcold

    Breakcold ist der einzige Anbieter dieser Matrix ohne kalkulierbaren Sitzpreis: abgerechnet wird nutzungsbasiert, die Rechnung folgt also der Aktivität in Kontakten, Sequenzen und Nachrichten. Für Agenturen mit schwankender Auslastung kann das günstiger sein als feste Sitze, für Teams mit Jahresbudget ist es ein Planungsrisiko. Praktisch heißt das: ein Testmonat mit realistischem Volumen ist die einzige belastbare Grundlage für den Kostenvergleich, und ein selbst gesetzter Deckel für Kampagnenvolumen gehört zur Einführung. Die Preise für höhere Stufen entstehen im Gespräch und sind nicht öffentlich dokumentiert.

  • Nimble

    Ein Missverständnis vorweg: Flatrate heißt bei Nimble ein einheitlicher Preis pro Nutzer über alle Stufen - nicht ein Festpreis für das ganze Team. Zwanzig Nutzer kosten also das Zwanzigfache, anders als bei Bitrix24. Der zweite Punkt sind die Kontingente: Datenanreicherung und Massennachrichten sind pro Nutzer und Monat begrenzt, zusätzliche Pakete werden separat gekauft, ebenso weiterer Speicher. Positiv fällt auf, dass es keine Funktionsstufen und damit keinen Upgrade-Druck gibt; die Rechnung wächst ausschließlich mit der Teamgröße und dem Anreicherungsbedarf.

Rechnen Sie diese Posten in Ihre Kalkulation ein, bevor Sie Listenpreise vergleichen. Der Rechner in jedem direkten Vergleich weist die Lizenzkosten für Ihre Teamgröße aus - die Einmalkosten für Migration, Datenbereinigung und Schulung kommen darüber hinaus dazu.

Häufige Fragen zu Outbound-, KI- und Beziehungs-CRM

Die Antworten entstehen aus den erfassten Daten der Tools dieser Kategorie und ändern sich mit ihnen.

Welches ist das günstigste Tool in der Kategorie Outbound-, KI- und Beziehungs-CRM?
Den niedrigsten bezahlten Einstieg hat folk CRM mit 24,00 $ pro Nutzer und Monat ($24 - $30 (Standard)). Danach folgen Nimble mit 24,90 $ und Attio mit 29,00 $. Dieser Betrag gilt für die Einstiegsstufe: Sobald Automatisierung, Berichte oder ein Rollenmodell dazukommen, liegt der reale Preis höher. Vollständig kostenlos starten können Sie bei Attio.
Gibt es kostenlose Tools in der Kategorie Outbound-, KI- und Beziehungs-CRM?
Ja, 1 von 7 Systemen bieten einen dauerhaft kostenlosen Plan: Attio. Diese Pläne sind für den Einstieg gedacht und in Nutzerzahl, Automatisierung und Berichten begrenzt. Für ein Team, das täglich damit arbeitet, ist der kostenlose Plan deshalb eher eine ausgedehnte Testphase als eine Dauerlösung - prüfen Sie vor dem Start, welche Grenze Sie zuerst erreichen.
Was kostet die höchste Tarifstufe in dieser Kategorie?
Für die oberen Stufen nennen die Anbieter folgende Preise: Attio bei $69 - $86 (Pro), Close bei $99 (Professional), Salesflare bei $49 (Pro) und folk CRM bei $48 - $60 (Premium). Der Abstand zwischen Einstieg und oberer Stufe ist der eigentliche Kostenhebel dieser Kategorie. Unsere Einordnung: 24 bis 50 USD pro Nutzer/Monat, obere Stufen bis 150 USD. Ein Anbieter rechnet pro Absender-Identität ab, einer nutzungsbasiert.
Für welche Teams eignen sich Tools aus Outbound-, KI- und Beziehungs-CRM?
Innerhalb der Kategorie zielen die Anbieter auf unterschiedliche Teams. Attio: Attio lohnt sich für PLG- und SaaS-Start-ups, VC-Teams und Agenturen, die ihr CRM an eigene Objekte anpassen und per API in den Produktstack einbinden wollen. Close: Close ist die richtige Wahl für Outbound-lastige SMB- und Mid-Market-Teams mit kurzen Zyklen und hohem Anrufvolumen, die morgens anfangen wollen zu telefonieren und nicht zu konfigurieren. Salesflare: Salesflare passt zu kleinen B2B-Vertriebsteams mit langen Beziehungen und wenig Lust auf Datenpflege: Berater, technische Vertriebe, Gründerteams. Prüfen Sie diese Profile gegen Ihre Teamgröße und Ihren Vertriebsansatz, bevor Sie Preise vergleichen.

Alle 21 Vergleiche dieser Kategorie

Jeder Vergleich stellt zwei Systeme dieser Kategorie mit Feature-Matrix, Abrechnungsmodell und Gesamtkostenrechner gegenüber.

Alternativen zu jedem System

Wenn Sie ein bestimmtes Tool ersetzen wollen: zu jedem System die stärksten Wechselkandidaten aus dieser Kategorie, samt der erfassten Wechselgründe.

Stand: 2026. Grundlage sind die öffentlichen Listenpreise der Anbieter und unsere redaktionelle Auswertung. Preise und Tarifstufen ändern sich - prüfen Sie die für Sie relevanten Angaben vor dem Abschluss beim Anbieter.