Enterprise- und All-in-One-CRM: Die 7 besten Tools im Vergleich 2026
Plattformen mit massiver Skalierbarkeit, tiefgreifenden Governance-Strukturen und sehr breiten Ökosystemen. Sie dienen als ganzheitliche Knotenpunkte für komplexe Organisationen mit tausenden Nutzern und Millionen Datensätzen.
- Zielgruppe
- Mittlere bis große Unternehmen mit mehreren Vertriebsteams, komplexen Sales-Zyklen und eigener Administrator- oder IT-Rolle
- Budget-Spanne
- 23 bis 80 USD pro Nutzer/Monat im Einstieg, die real genutzten Stufen liegen bei 99 bis 175 USD. Ein Anbieter nennt keinen Listenpreis, einer rechnet als Flatrate ab.
- Hauptvorteil
- Ein Datenmodell für Vertrieb, Marketing und Service statt drei getrennter Systeme
- Kostenloser Einstieg
- 1 von 7 Systemen bieten einen dauerhaft kostenlosen Plan.
Alle 7 Systeme im direkten Überblick
Preise, Abrechnungsmodell und die erfassten Funktionsschwerpunkte in einer Tabelle. Die Reihenfolge der Spalten entspricht unserem Ranking, lässt sich aber auf den Einstiegspreis umstellen - und auf die Systeme mit kostenlosem Plan eingrenzen.
7 von 7 Systemen in der Tabelle, sortiert nach Listenplatz. Auf schmalen Displays lässt sich die Tabelle horizontal scrollen.
| Kriterium | SalesforcePlatz 1 · Maximale Anpassbarkeit | HubSpot CRMPlatz 2 · Beste Freemium-Option | Microsoft Dynamics 365Platz 3 · Ideal im Microsoft-Stack | Oracle NetSuite CRMPlatz 4 · Für globale Konzerne | KeapPlatz 5 · Automatisierung als Flatrate | SugarCRMPlatz 6 · Auch als On-Premise | Zendesk SellPlatz 7 · Für Service-Teams |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einstiegspreis | ab 25,00 $ / Monat$25 (Essentials / Starter Suite) | Kostenlos$0 (Free Tier, unbegrenzte Nutzer und Kontakte) | ab 65,00 $ / Monat$65 pro Nutzer/Monat ($780/Jahr, Jahresbindung) | Auf AnfrageIndividuell auf Anfrage | ab 249,00 $ / Monat$249 (Flatrate-Basis für den Einstieg) | ab 80,00 $ / Monat$80 (Sugar Serve) | ab 23,00 $ / Monat$23 - $29 (Basic) |
| Preismodell | Enterprisepro Nutzer / Monat | Freemiumpro Nutzer / Monat | Enterprisepro Nutzer / Monat | Enterpriseauf Anfrage | AbonnementFlatrate für das Team | Abonnementpro Nutzer / Monat | Abonnementpro Nutzer / Monat |
| Kostenloser Plan | Nein | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Obere Tarifstufe | $175 (Enterprise) - $550+ (mit Agentforce) | $150 (Enterprise) | Individuell auf Anfrage | Individuell auf Anfrage | Individuell auf Anfrage | Individuell auf Anfrage | $99 - $134 (Business/Enterprise) |
| ERP- und Finanzintegration | – | – | Ja | Ja | Ja | Ja | – |
| KI-Funktionen | Ja | Ja | – | – | – | – | – |
| Marketing-Automatisierung | – | Ja | – | – | Ja | – | – |
| Custom Objects / flexibles Datenmodell | Ja | – | – | – | – | – | – |
Ein Gedankenstrich bedeutet: Für dieses Tool haben wir die Funktion nicht erfasst. Das ist keine Aussage darüber, dass sie fehlt - im Zweifel entscheidet der direkte Vergleich der beiden Systeme.
Die 7 Tools im Detail
Für jedes System die belegten Stärken und Schwächen, das passende Kundenprofil und die Kostenposten, die nicht in der Preistabelle stehen. Der Listenplatz folgt unserer redaktionellen Reihenfolge innerhalb der Kategorie.
- Platz 1Maximale Anpassbarkeit
Salesforce
ab 25,00 $ / Monat · Enterprise · pro Nutzer / Monat
Salesforce ist der Maßstab für maximale Anpassbarkeit: Custom Objects, die Agentforce-KI, CPQ und granulare Governance-Strukturen lassen sich auf nahezu jeden Enterprise-Prozess zuschneiden. Über den AppExchange stehen praktisch unbegrenzte Integrationen bereit, dazu native Anbindungen an Outlook und Gmail. Gedacht für große Organisationen mit extrem komplexen Vertriebsprozessen: der beworbene Einstieg liegt bei 25 USD, die operative Enterprise-Realität bei 175 USD pro Nutzer und Monat.
Stärken
- Custom Objects und granulare Governance-Strukturen bilden praktisch jeden Enterprise-Prozess ab
- Der AppExchange deckt Integrationen ab, für die andere Anbieter Eigenentwicklung verlangen
- Agentforce-KI, CPQ und Forecasting kommen aus einer Hand statt aus drei Zusatztools
- Outlook und Gmail sind nativ angebunden, eine separate E-Mail-Integration entfällt
Schwächen
- Der beworbene Einstieg von 25 USD hat mit der Enterprise-Realität von 175 USD pro Nutzer wenig zu tun
- Ohne eigene Administratorrolle oder Implementierungspartner ist die Plattform kaum zu betreiben
- Kein kostenloser Plan: die Evaluierung läuft über Trials und Vertriebsgespräche
Passt zu
Salesforce lohnt sich ab etwa 50 Vertriebsnutzern, wenn eigene Prozesse abgebildet werden müssen, ein Administrator im Haus sitzt und ein Implementierungsbudget im fünfstelligen Bereich existiert. Dann zahlt sich die Anpassbarkeit über Jahre aus. Für ein zehnköpfiges Team, das eine Pipeline und Aktivitäten verwalten will, ist die Plattform überdimensioniert: die gleiche Aufgabe erledigen Pipedrive oder Zoho CRM zu einem Bruchteil der Kosten und ohne Projektphase.
- Platz 2Beste Freemium-OptionGratis-Plan
HubSpot CRM
Kostenlos · Freemium · pro Nutzer / Monat
HubSpot CRM verbindet Inbound-Marketing, Sales Hub und Service Hub auf einer Unified Timeline und ergänzt das Ganze um das KI-Ökosystem Breeze. Mit über 1.400 Apps und nativen Marketing-Tools deckt die Plattform den kompletten Kundenlebenszyklus ab. Der kostenlose Tier mit unbegrenzten Nutzern macht sie besonders attraktiv für skalierende SMBs und Mid-Market-Teams, die Marketing und Vertrieb eng verzahnen wollen.
Stärken
- Der kostenlose Tier erlaubt unbegrenzt Nutzer und Kontakte, der Einstieg kostet nichts
- Marketing, Vertrieb und Service liegen auf einer gemeinsamen Timeline statt in getrennten Systemen
- Über 1.400 Apps im Marketplace, dazu das KI-Ökosystem Breeze
- Der Wechsel von Free in bezahlte Hubs erfordert keinen Systemwechsel und keine Migration
Schwächen
- Zwischen dem kostenlosen Tier und Enterprise mit 150 USD pro Nutzer liegen erhebliche Preissprünge
- Automatisierung und Reporting stecken in den höheren Hubs, der Free Tier bleibt beim Kontaktmanagement
- Wer ausschließlich ein Vertriebs-CRM sucht, bezahlt den Plattformansatz mit
Passt zu
HubSpot CRM passt zu skalierenden SMBs und Mid-Market-Teams, die Marketing und Vertrieb bewusst verzahnen und dafür eine gemeinsame Datenbasis brauchen. Besonders sinnvoll, wenn Inbound-Marketing ein echter Kanal ist und nicht nur ein Nebenschauplatz. Wer nur Deals in einer Pipeline verwalten will, nutzt einen Bruchteil der Plattform und fährt mit einem fokussierten Vertriebs-CRM günstiger. Für den ersten Start bleibt der kostenlose Tier trotzdem eine der besten Optionen im Markt.
- Platz 3Ideal im Microsoft-Stack
Microsoft Dynamics 365
ab 65,00 $ / Monat · Enterprise · pro Nutzer / Monat
Microsoft Dynamics 365 ist weniger ein isoliertes CRM als ein Modul im Microsoft-Ökosystem: ERP-Hybride, tiefe Power-Platform-Integration und Enterprise-Reporting greifen direkt in Microsoft 365, Teams, Azure und Power BI. Die Jahresverpflichtung ab 780 USD pro Nutzer rechtfertigt sich über diese native Tiefe. Zielgruppe sind Konzerne, die ohnehin stark im Microsoft-Stack verwurzelt sind.
Stärken
- Power Platform, Power BI und Teams greifen nativ ineinander, ohne Middleware
- ERP- und CRM-Module laufen auf einer gemeinsamen Datenbasis
- Enterprise-Reporting und Governance entsprechen dem Microsoft-Standard, den die IT bereits kennt
- Azure-Anbindung erlaubt eigene Erweiterungen im vorhandenen Cloud-Vertrag
Schwächen
- Die Jahresverpflichtung ab 780 USD pro Nutzer bindet Budget für zwölf Monate
- Außerhalb des Microsoft-Stacks verliert der zentrale Vorteil der Plattform seinen Wert
- Die höheren Stufen werden nur individuell bepreist, ein Listenpreis existiert nicht
Passt zu
Die Plattform lohnt sich für Konzerne und größere Mittelständler, die bereits vollständig im Microsoft-Stack arbeiten: Microsoft 365, Teams, Azure und Power BI im Einsatz, eine IT-Abteilung mit Microsoft-Kompetenz, Bedarf an ERP-Nähe. In dieser Konstellation ist die native Tiefe kaum zu schlagen. Ohne Microsoft-Umgebung fällt genau dieser Vorteil weg und übrig bleibt ein teures CRM mit steiler Lernkurve.
- Platz 4Für globale Konzerne
Oracle NetSuite CRM
Auf Anfrage · Enterprise · auf Anfrage
Oracle NetSuite CRM ist auf massive Skalierbarkeit ausgelegt und verarbeitet Millionen von Datensätzen auf einem ERP-Kern. Die Stärke liegt in der kompromisslosen Integration in globale Finanzsysteme und das Oracle-Ökosystem. Gedacht für globale Konzerne, bei denen unbegrenzte Skalierbarkeit und Security über allem stehen; Preise werden ausschließlich individuell verhandelt.
Stärken
- Der ERP-Kern verarbeitet Millionen Datensätze ohne Architekturwechsel
- Globale Finanzsysteme, Mehrwährungsfähigkeit und Konsolidierung sind eingebaut statt angeflanscht
- Security- und Compliance-Anforderungen großer Konzerne sind abgedeckt
- Das Oracle-Ökosystem deckt angrenzende Systeme mit ab
Schwächen
- Ohne Vertriebsgespräch gibt es keinen Preis und damit keine belastbare Kalkulation
- Die Einführung ist ein Projekt mit Beratungsanteil, kein Self-Service-Onboarding
- Für rein vertriebliche Anforderungen ist der ERP-Unterbau deutlich überdimensioniert
Passt zu
NetSuite CRM ist für globale Konzerne gebaut, bei denen das CRM am Finanzsystem hängt und Skalierbarkeit über Bedienkomfort geht: viele Gesellschaften, mehrere Währungen, harte Compliance-Vorgaben. Wer diese Anforderungen hat, findet wenige Alternativen. Für kleine und mittlere Unternehmen ist die Lösung die falsche Größenklasse - hier bindet schon die Einführung mehr Ressourcen, als das Vertriebsteam insgesamt an Prozessreife braucht.
- Platz 5Automatisierung als Flatrate
Keap
ab 249,00 $ / Monat · Abonnement · Flatrate für das Team
Keap kombiniert fortgeschrittene Marketing-Automatisierung mit integriertem E-Commerce und deckt damit den Weg von der Lead-Erfassung bis zur Rechnung ab. Anbindungen an Zapier, QuickBooks und WordPress runden das Paket ab. Die Flatrate ab 249 USD richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die End-to-End-Automatisierung zur Kernstrategie machen.
Stärken
- Marketing-Automatisierung, E-Commerce und Rechnungsstellung greifen in einem System ineinander
- Die Flatrate deckt den Einstieg ab, statt jeden Sitz einzeln abzurechnen
- Zapier, QuickBooks und WordPress sind direkt angebunden
- Der Weg von der Lead-Erfassung bis zur bezahlten Rechnung braucht keine Zwischentools
Schwächen
- Mit 249 USD Einstieg ist die Hürde die höchste in unserer Matrix
- Für reines Pipeline-Management ist der Automatisierungsumfang deutlich zu viel
- Die höheren Stufen sind nur auf Anfrage bepreist
Passt zu
Keap passt zu kleinen und mittleren Unternehmen, für die Automatisierung Kernstrategie ist und nicht Zusatzfunktion: Dienstleister mit wiederkehrenden Abläufen, Coaching- und Agenturmodelle, Onlinehandel mit Follow-up-Ketten. Dort bezahlt sich die Flatrate über eingesparte Tools und Handarbeit. Ein dreiköpfiges Vertriebsteam, das lediglich Deals nachverfolgen will, zahlt bei Keap ein Vielfaches gegenüber einem schlanken Pipeline-Tool und nutzt den größeren Teil des Systems nie.
Direkt vergleichen mit
- Platz 6Auch als On-Premise
SugarCRM
ab 80,00 $ / Monat · Abonnement · pro Nutzer / Monat
SugarCRM verzahnt Vertrieb und Service eng miteinander und liefert tiefe Analytics, auf Wunsch auch als Vor-Ort-Deployment, was im Cloud-Markt selten geworden ist. Integrationen zu Marketo, Zendesk und ERP-Systemen sind vorgesehen. Mit Sugar Serve ab 80 USD positioniert sich die Plattform im gehobenen Mittelstand, der Flexibilität statt Enterprise-Overhead sucht.
Stärken
- Betrieb auch als Vor-Ort-Deployment möglich, was im Cloud-Markt selten geworden ist
- Tiefe Analytics für Vertrieb und Service auf einer gemeinsamen Datenbasis
- Vorgesehene Integrationen zu Marketo, Zendesk und ERP-Systemen
- Vertrieb und Service arbeiten in einem System, ohne Ticket-Brücke
Schwächen
- Der Einstieg von 80 USD pro Nutzer liegt deutlich über den SMB-Tools dieser Matrix
- Die On-Premise-Option verlagert Kosten in den eigenen Betrieb, statt sie zu sparen
- Kein kostenloser Plan und keine öffentliche Preisliste für die höheren Stufen
Passt zu
Sugar lohnt sich im gehobenen Mittelstand, wenn Vertrieb und Service eng zusammenarbeiten und Anforderungen an Hosting oder Datenhaltung bestehen, die reine Cloud-Anbieter nicht erfüllen. Auch als Alternative zu Salesforce ist die Plattform interessant, wenn Flexibilität ohne Enterprise-Overhead gesucht wird. Für Start-ups und kleine Vertriebsteams ist der Einstiegspreis kaum zu rechtfertigen, zumal der Funktionsvorsprung erst bei komplexeren Service-Prozessen sichtbar wird.
Direkt vergleichen mit
- Platz 7Für Service-Teams
Zendesk Sell
ab 23,00 $ / Monat · Abonnement · pro Nutzer / Monat
Zendesk Sell greift nahtlos in Zendesk Support und bringt native Telefonie direkt in den Vertriebsalltag. Über die Zendesk Suite und Mailchimp lassen sich Service- und Marketing-Prozesse anschließen. Sinnvoll vor allem für Vertriebsteams, die eng mit Kundenservice und Ticketing zusammenarbeiten.
Stärken
- Telefonie ist nativ eingebaut, ein separates Dialer-Tool entfällt
- Direkter Durchgriff auf Zendesk Support und das dortige Ticketing
- Zendesk Suite und Mailchimp sind als Erweiterungen vorgesehen
- Mit 23 USD ist der Einstieg für ein Enterprise-Ökosystem vergleichsweise niedrig
Schwächen
- Zwischen Basic mit 23 USD und Business mit 99 USD liegt ein Preissprung um das Vierfache
- Ohne Zendesk Support im Einsatz verliert der wichtigste Vorteil seinen Wert
- Telefonieminuten und Rufnummern sind nicht Teil der Lizenz
Passt zu
Zendesk Sell ist die naheliegende Wahl für Vertriebsteams in Unternehmen, die Zendesk Support bereits nutzen: gemeinsame Kundenhistorie, ein Login, keine Brücke zwischen Ticket und Deal. Auch telefonielastige Innendienst-Teams profitieren vom eingebauten Dialer. Als eigenständiges CRM ohne Zendesk-Umfeld ist das Produkt dagegen schwer zu begründen, weil vergleichbare Pipeline-Funktionen bei den SMB-Spezialisten günstiger und fokussierter zu haben sind.
Marktanalyse und Trends 2026
Experten-Insight
Der Wettbewerb verschiebt sich von Funktionslisten zu KI-Agenten und Datenhoheit. Gleichzeitig wandert Funktionalität nach oben: Was vor drei Jahren im mittleren Tarif lag, sitzt heute häufig in der Enterprise-Stufe. Verhandelt wird deshalb weniger der Sitzpreis als die Frage, welche Funktion in welcher Stufe steckt.
Diese Einordnung stammt aus unserer Auswertung der Anbieter dieser Kategorie - Preisstruktur, Positionierung und Funktionsschwerpunkte. Sie beschreibt die Richtung des Segments, nicht die Entscheidung für ein einzelnes System.
Worauf Sie bei Enterprise- und All-in-One-CRM achten müssen
In diesem Segment entscheidet nicht der Funktionsumfang - den bringen alle Anbieter mit. Es entscheidet, was die Einführung und der Betrieb tatsächlich kosten.
Kriterium 01
Implementierungsaufwand und Partnerbedarf
Rechnen Sie mit einem Projekt über Monate, nicht mit einem Wochenende. Für Datenmigration, Rollen- und Rechtemodell, Schnittstellen und Schulung braucht es fast immer einen Implementierungspartner. Diese Beratungsleistung liegt in der Größenordnung der Lizenzkosten des ersten Jahres und taucht in keinem Preisvergleich auf. Fragen Sie den Anbieter deshalb nach zwei Referenzprojekten in Ihrer Unternehmensgröße und nach dem realen Zeitraum bis zum Produktivstart.
Kriterium 02
Anpassbarkeit gegen Wartbarkeit
Flexible Datenmodelle und eigene Objekte sind die Stärke dieser Plattformen und gleichzeitig ihr größtes Risiko. Jede Anpassung muss bei jedem Release mitgeführt werden. Legen Sie vorher fest, welche Abweichungen vom Standard wirklich nötig sind - und wer sie in drei Jahren noch versteht. Ohne interne Administratorrolle wird jede Änderung zum Ticket beim Dienstleister.
Kriterium 03
Lizenzstruktur und Rollen
Enterprise-Anbieter unterscheiden zwischen Vollnutzern, eingeschränkten Nutzern und externen Zugriffen. Wer allen Beteiligten Vollnutzer gibt, zahlt ein Vielfaches. Klären Sie vor der Verhandlung, wie viele Personen tatsächlich schreibend arbeiten und wer nur Berichte liest.
Kriterium 04
Sandbox, Releases und Betrieb
Prüfen Sie, ob eine Testumgebung in Ihrer Stufe enthalten ist und wie Releases eingespielt werden. In einem System, an dem der Vertrieb den ganzen Tag arbeitet, brauchen Änderungen eine Vorstufe. Fehlt sie, testen Sie in der Produktion.
Versteckte Kosten in dieser Software-Kategorie
In diesem Segment liegen die größten Beträge außerhalb der Lizenz: Implementierung, Add-ons und höhere Stufen. Was die Anbieter dieser Kategorie zusätzlich kosten, haben wir je Tool erfasst:
Salesforce
Der Lizenzpreis ist bei Salesforce die kleinere Hälfte der Rechnung. Zwischen der Starter Suite für 25 USD und der Enterprise-Edition für 175 USD pro Nutzer und Monat liegt Faktor sieben, mit Agentforce-Funktionen bewegt sich die Stufe auf 550 USD und mehr. Dazu kommen Posten, die in keiner Preisliste stehen: die Implementierung läuft in der Regel über einen Partner, der Betrieb verlangt mindestens eine halbe Administratorstelle, und Sandboxes, API-Kontingente sowie zusätzliche Speicherpakete werden separat lizenziert. Verträge laufen typischerweise über ein Jahr mit Vorauszahlung, eine Verkleinerung der Nutzerzahl ist unterjährig nicht vorgesehen.
HubSpot CRM
Der Free Tier ist tatsächlich kostenlos, die Kostenkurve beginnt erst bei den Hubs. Zwei Mechanismen treiben die Rechnung: Marketing-Funktionen werden nach Kontaktkontingenten abgerechnet, nicht nach Nutzern, und die Professional- sowie Enterprise-Pakete verlangen ein kostenpflichtiges Onboarding als Einmalposten. Einzelne Hubs setzen zudem eine Mindestzahl an bezahlten Sitzen voraus. Wer mit dem Free Tier startet und später Sales Hub Professional braucht, springt pro Nutzer von 0 auf einen mittleren zweistelligen Betrag - zusammen mit dem Onboarding ist das der teuerste Einzelschritt im Lebenszyklus dieses Tools.
Microsoft Dynamics 365
Dynamics 365 wird pro Modul lizenziert, nicht pro Plattform. Sales und Customer Service sind getrennte Lizenzen, und wer beides braucht, zahlt beides - Rabatte gibt es erst über die sogenannten Attach-Lizenzen ab dem zweiten Modul. Der ausgewiesene Preis von 65 USD pro Nutzer und Monat entspricht 780 USD pro Jahr bei Jahresbindung und Vorauszahlung. Nicht enthalten sind Power BI Pro für Auswertungen, Power Apps für eigene Oberflächen und zusätzlicher Dataverse-Speicher, der bei größeren Datenmengen regelmäßig nachgekauft wird. Die Einführung läuft in der Praxis über einen Microsoft-Partner.
Oracle NetSuite CRM
Bei NetSuite ist der Preis selbst die Blackbox: Angebote entstehen aus Modulauswahl, Nutzerzahl und Vertragslaufzeit und sind untereinander kaum vergleichbar. Kalkulierbar wird die Sache erst mit drei Positionen im Blick. Erstens die Basislizenz für die Plattform, zweitens Nutzerlizenzen und Zusatzmodule, drittens das Implementierungsprojekt, das je nach Prozesskomplexität den Jahresbetrag der Lizenzen erreichen oder übersteigen kann. Angebote gelten in der Regel für eine Vertragsperiode; die Verlängerung wird neu verhandelt und sollte in der eigenen Planung nicht als Fortschreibung des Erstpreises auftauchen.
Keap
Die Flatrate von 249 USD klingt nach Planungssicherheit, deckt aber ein festes Kontingent ab: eine begrenzte Zahl an Nutzern und ein Kontaktvolumen. Beides ist erweiterbar - und genau dort entstehen die Folgekosten, weil zusätzliche Sitze und Kontaktstufen separat berechnet werden. Rechnen sollte man außerdem mit einer einmaligen Onboarding-Gebühr, die bei Keap Teil des Einstiegs ist, sowie mit dem E-Mail-Versandvolumen bei aktiven Kampagnen. Wer Automatisierungen selbst baut, investiert zusätzlich Arbeitszeit in Aufbau und Pflege der Sequenzen; das ist der eigentliche Kostenblock der ersten Monate.
SugarCRM
SugarCRM wird als Jahresvertrag mit Mindestnutzerzahl abgeschlossen; kleine Teams zahlen deshalb oft für mehr Sitze, als sie belegen. Beim Cloud-Betrieb kommen Marketing- und Analytics-Module als separate Posten dazu. Wer sich für die Vor-Ort-Variante entscheidet, tauscht Lizenzkosten gegen Betriebskosten: Server, Updates, Backups und Sicherheitspflege liegen dann im eigenen Haus, und die dafür nötige Arbeitszeit erscheint in keinem Angebot. Der dritte Posten ist die Migration - Sugar wird häufig als Ersatz für ein Altsystem eingeführt, und Datenübernahme samt Bereinigung ist regelmäßig der größte Einzelaufwand des Projekts.
Zendesk Sell
Zwei Positionen stehen bei Zendesk Sell nicht im Lizenzpreis. Erstens die Telefonie: Rufnummern und Gesprächsminuten werden über Guthaben abgerechnet, bei aktivem Outbound ist das ein spürbarer monatlicher Posten. Zweitens der Funktionsumfang - Automatisierung, Vertriebsprognosen und die tieferen Analysen sitzen in den Business- und Enterprise-Stufen ab 99 USD pro Nutzer, während Basic vor allem Kontakt- und Deal-Verwaltung abdeckt. Wer das volle Bild will, rechnet zusätzlich die Lizenzen der Zendesk Suite für den Service-Teil ein, denn genau aus dieser Kombination entsteht der Mehrwert des Produkts.
Rechnen Sie diese Posten in Ihre Kalkulation ein, bevor Sie Listenpreise vergleichen. Der Rechner in jedem direkten Vergleich weist die Lizenzkosten für Ihre Teamgröße aus - die Einmalkosten für Migration, Datenbereinigung und Schulung kommen darüber hinaus dazu.
Häufige Fragen zu Enterprise- und All-in-One-CRM
Die Antworten entstehen aus den erfassten Daten der Tools dieser Kategorie und ändern sich mit ihnen.
- Welches ist das günstigste Tool in der Kategorie Enterprise- und All-in-One-CRM?
- Den niedrigsten bezahlten Einstieg hat Zendesk Sell mit 23,00 $ pro Nutzer und Monat ($23 - $29 (Basic)). Danach folgen Salesforce mit 25,00 $ und Microsoft Dynamics 365 mit 65,00 $. Dieser Betrag gilt für die Einstiegsstufe: Sobald Automatisierung, Berichte oder ein Rollenmodell dazukommen, liegt der reale Preis höher. Vollständig kostenlos starten können Sie bei HubSpot CRM.
- Gibt es kostenlose Tools in der Kategorie Enterprise- und All-in-One-CRM?
- Ja, 1 von 7 Systemen bieten einen dauerhaft kostenlosen Plan: HubSpot CRM. Diese Pläne sind für den Einstieg gedacht und in Nutzerzahl, Automatisierung und Berichten begrenzt. Für ein Team, das täglich damit arbeitet, ist der kostenlose Plan deshalb eher eine ausgedehnte Testphase als eine Dauerlösung - prüfen Sie vor dem Start, welche Grenze Sie zuerst erreichen.
- Was kostet die höchste Tarifstufe in dieser Kategorie?
- Für die oberen Stufen nennen die Anbieter folgende Preise: Salesforce bei $175 (Enterprise) - $550+ (mit Agentforce), HubSpot CRM bei $150 (Enterprise), Microsoft Dynamics 365 bei Individuell auf Anfrage und Oracle NetSuite CRM bei Individuell auf Anfrage. Der Abstand zwischen Einstieg und oberer Stufe ist der eigentliche Kostenhebel dieser Kategorie. Unsere Einordnung: 23 bis 80 USD pro Nutzer/Monat im Einstieg, die real genutzten Stufen liegen bei 99 bis 175 USD. Ein Anbieter nennt keinen Listenpreis, einer rechnet als Flatrate ab.
- Für welche Teams eignen sich Tools aus Enterprise- und All-in-One-CRM?
- Innerhalb der Kategorie zielen die Anbieter auf unterschiedliche Teams. Salesforce: Salesforce lohnt sich ab etwa 50 Vertriebsnutzern, wenn eigene Prozesse abgebildet werden müssen, ein Administrator im Haus sitzt und ein Implementierungsbudget im fünfstelligen Bereich existiert. HubSpot CRM: HubSpot CRM passt zu skalierenden SMBs und Mid-Market-Teams, die Marketing und Vertrieb bewusst verzahnen und dafür eine gemeinsame Datenbasis brauchen. Microsoft Dynamics 365: Die Plattform lohnt sich für Konzerne und größere Mittelständler, die bereits vollständig im Microsoft-Stack arbeiten: Microsoft 365, Teams, Azure und Power BI im Einsatz, eine IT-Abteilung mit Microsoft-Kompetenz, Bedarf an ERP-Nähe. Prüfen Sie diese Profile gegen Ihre Teamgröße und Ihren Vertriebsansatz, bevor Sie Preise vergleichen.
Alle 21 Vergleiche dieser Kategorie
Jeder Vergleich stellt zwei Systeme dieser Kategorie mit Feature-Matrix, Abrechnungsmodell und Gesamtkostenrechner gegenüber.
- HubSpot CRM vs Keap
- HubSpot CRM vs Microsoft Dynamics 365
- HubSpot CRM vs Oracle NetSuite CRM
- HubSpot CRM vs Salesforce
- HubSpot CRM vs SugarCRM
- HubSpot CRM vs Zendesk Sell
- Keap vs Microsoft Dynamics 365
- Keap vs Oracle NetSuite CRM
- Keap vs Salesforce
- Keap vs SugarCRM
- Keap vs Zendesk Sell
- Microsoft Dynamics 365 vs Oracle NetSuite CRM
- Microsoft Dynamics 365 vs Salesforce
- Microsoft Dynamics 365 vs SugarCRM
- Microsoft Dynamics 365 vs Zendesk Sell
- Oracle NetSuite CRM vs Salesforce
- Oracle NetSuite CRM vs SugarCRM
- Oracle NetSuite CRM vs Zendesk Sell
- Salesforce vs SugarCRM
- Salesforce vs Zendesk Sell
- SugarCRM vs Zendesk Sell
Alternativen zu jedem System
Wenn Sie ein bestimmtes Tool ersetzen wollen: zu jedem System die stärksten Wechselkandidaten aus dieser Kategorie, samt der erfassten Wechselgründe.